Mitgliederversammlung

Gute Botschaften konnte der Vorstand des Weltladen Alzenau e.V. bei der diesjährigen Mitgliederversammlung weitergeben: Das Geschäft mit fairen Waren in Alzenau konnte dank des großen Engagements der über 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Weltladens weiter fortgeführt werden. Neue Handelspartner wie z.B. “Frida Feeling” mit dem tollen Sortiment an Filzwaren bringen die Kunden des Weltladens zum Schwärmen.

Die Umsatzzahlen im wirtschaftlichen Betrieb des Ladens lagen über dem Ergebnis von 2017 und zum ersten Mal konnten mehr Waren im Non-Food-Bereich umgesetzt werden als im Food-Bereich. Das ist für einen Weltladen in der Größenordnung des Alzenauer Ladens sehr positiv und wirkt sich für die Unterstützung des Projektes “Waisenhaus in Makumbi, Simbabwe” deutlich aus.

Bernward Vierheilig und Walter Lang vom Vorstand dankten allen Engagierten, die neben dem täglichen Ladengeschäft noch bei vielen Bildungs- und Standaktivitäten dabei sind und so den Transformationsprozess des Fairen Handels in Alzenau durch viele Gespräche anstoßen. Großen Dank für den Anschub des Ladens als Gründungsvorstandsmitglied sprach Bernward Vierheilig an Pfarrer Johannes Oeters aus und überreichte ihm im Namen des Vorstandes ein Präsent. Neben Helmut Austein, Johann Kugler, Walter Lang und Bernward Vierheilig wurde als neues Mitglied Barbara Schelbert für die kommenden drei Jahre in den Vorstand gewählt.

Schulung für Ladenmitarbeiter und -mitarbeiterinnen

Über 30 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ladenteams des Weltladen Alzenau trafen sich zu einem Schulungstag im Maximilian-Kolbe-Haus. Der Arbeitskreis Bildung des Weltladens hatte den Schulungstag vorbereitet und führte auch durch die einzelnen Schritte. Neben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ersten Stunde gibt es immer wieder neue Ehrenamtliche, die einen Dienst im Laden übernehmen. Vor allem für sie war es eine tolle Gelegenheit einmal die meisten der Engagierten zu sehen und miteinander ins Gespräch zu kommen. In vier Workshops ging es um die Themen: Einkauf und Bestellung, Deko und Nachfüllen im Laden, Umgang mit den Tücken der Kasse und um den Umgang mit Kunden und ihren Wünschen. Dazu gab es für alle eine Feuerschutzaufklärung und die Einweisung in den Umgang mit dem Feuerlöscher. Bei Kaffee und Kuchen wurde der Austausch in der Gruppe weitergeführt und zum Schluss noch Anregungen gesammelt für verbesserte Abläufe im Laden. Der Vorstand bedankte sich bei allen, die den Tag organisiert hatten und war voll des Lobes für alle Engagierte, die im Weltladen einen Dienst übernehmen und so den fairen Gedanken in Alzenau immer weiter voranbringen. Dazu gab es für jeden Teilnehmer und jede Teilnehmerin einen Orden mit der Aufschrift: “Ich stehe für fairen Handel!”

Rückblick auf 2018

Der Weltladen blickt auch 2018 auf ein erfolgreiches Jahr zurück mit einem guten Endspurt, was das Ladengeschäft angeht. 5 Jahre fairer Einzelhandel in Alzenau ist vor allem für die Unterstützung unseres Projektes, das Waisenhaus Makumbi in Simbabwe, schon ein sehr großer Erfolg. Das konnten uns Sr. Diana und Synodia Masawi im November bei ihrem Besuch konkret berichten.

Daneben gab es dieses Jahr im Weltladen viele gute Veranstaltungen und Beteiligungen, die durch den großen Einsatz von vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erst möglich war:

  • Stand des Weltladens beim Sparkassenfamilientag im Generationenpark der Stadt Alzenau
  • Beteiligung bei der GHG-White Night im Juli
  • Faire Woche zum Thema “Gemeinsam für ein gutes Klima” im September
  • Besuch der Preda-Theatergruppe aus den Philippinen mit zwei sehr eindrucksvollen Theateraufführungen für die Karl-Amberg-Schule und das Spessart Gymnasium und für die Erwachsenen am Abend
  • Weltladen-Bildungswochenende in Nürnberg im Oktober
  • Besuch der Heimleiterin und einer Mitarbeiterin der Jesuiten aus Simbabwe im November
  • Kleine 5-Jahresfeier im Laden
  • Stand beim Alzenauer Weihnachtsmarkt

Der Fairtrade-Gedanke zieht weiter Kreise. Die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Town bereitete die Re-Zertifizierung im Frühjahr 2019 vor. Nach der Karl-Amberg-Schule und dem Spessart Gymnasium bereitet sich die Edith-Stein-Realschule darauf vor, Fairtrade-School zu werden. Die Kitas in Alzenau sind auch dabei, Fairtrade-Kitas, bzw. Eine-Welt-Kitas zu werden. Das freut uns vom Weltladen sehr, da der Anstoß zur Fairtrade-Town-Geschichte ja aus dem Weltladen Alzenau heraus gekommen ist. Der Weltladen Alzenau ist auch in der Fairtrade-Steuerungsgruppe des Landkreises Aschaffenburg vertreten, der im Oktober als 7. Landkreis in Bayern Fairtrade-Landkreis wurde.

Wir sehen den Weltladen Alzenau immer noch als ein großes Erfolgsprojekt, das über die Ortsteile, die Konfessionen und auch Generationen die Menschen miteinander verbindet. Das ist einfach super!

Der Faire Handel versucht, mit einem breiten Spektrum an konkreten Maßnahmen dem Klimawandel entgegenzutreten. Sowohl im Globalen Süden als auch im Norden bemüht er sich um ein klimaschonendes Wirtschaften und unterstützt Kleinbauern und Kleinbäuerinnen bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels. Darüber hinaus engagiert er sich in verschiedenen Klimaschutz-Initiativen wie z.B. der Klima-Allianz und bringt Forderungen zur Unterstützung bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels auf die politische Tagesordnung.

Wer gerne aktiv den Fairtrade-Gedanken mit seinen Initiativen, seinem Engagement, seinem Wissen und seinem Know How hier in Alzenau unterstützen möchte, kann sich jederzeit beim Vorstand melden. Wir freuen uns über alle Mitarbeit.

Alzenauer Weihnachtsmarkt

Für den traditionellen Verkaufsstand auf dem Alzenauer Weihnachtsmarkt am 1. Adventswochenende konnten wir eine (für uns) neue Verkaufsbude beziehen. Die Verkäuferinnnen und Verkäufer freuen sich über den praktischen Innenraum. Vielen Dank an die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Peter und Paul, die uns das Domizil ausgeliehen hat.

Feierstunde 5 Jahre Weltladen

Der Weltladen Alzenau hat sein fünfjähriges Bestehen begangen. In kleiner runde feierte man das fünfjährige Bestehen des Ladens mit einem Sektempfang. Walter Lang vom Vorstand des Weltladen Alzenau e.V. dankte den über 40 ehrenamtlich Engagierten im Weltladen, die allein im Ladendienst über 12.000 Stunden bürgerschaftliches Engagement in den vergangenen fünf Jahren eingebracht haben (nicht mitgerechnet die Arbeit des Einkaufsteams, der Finanzer, Sorge um die Kasse etc.). Auch Bürgermeister Alexander Legler dankte für das große Engagement in diesem Bereich des fairen Handels, das auch den Anstoß zur Auszeichnung Alzenaus als Fairtrade-Town zur Folge hatte.

Besuch aus Makumbi, Simbabwe

Als Waisenkind im südlichen Afrika: Chancen und Möglichkeiten in einem armen Land.
Schwester Diana Kanyere (LCBL Sister und Leiterin des Makumbi-Kinderdorfes) und Frau Synodia Masawi (Projektbüro der Jesuiten in Harare) berichteten aus dem Makumbi Kinderdorf, Simbabwe.
Durchschnittlich 30 Euro betragen die Ausgaben pro Kind und Monat. Finanziert wird damit nicht nur der Betrieb des Waisenhauses. Viele der Kinder sind HIV-positiv und benötigen ständig Medikamente. Auch Schul- und Ausbildungsgebühren fallen an. Wenn die Kinder im Alter von 18 Jahren das Waisenhaus verlassen, benötigen sie eine Starthilfe, damit sie sich eine Existenz aufbauen und ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können. Das kann ein kleines Gebäude für einen Frisörsalon oder eine einfache Schreinerwerkstatt sein. Viele Ausgaben, und so nahm Schwester Diana den Spendenbeitrag von 6.000 Euro freudig entgegen. Insgesamt hat der Weltladen damit schon 31.000 € für das Kinderdorf in Makumbi überwiesen.Nach dem Machtwechsel von Präsident Mugabe hat sich die Situation hat in Simbabwe noch nicht verbessert, eher im Gegenteil: Die Preise für Grundnahrungsmittel steigen immer weiter und die Lebensbedingungen werden immer schwieriger.

Bildungswochenende

Fünf Jahre Weltladen Alzenau und damit fünf Jahre Bemühen um faire Bedingungen im Handel – das war der Anlass für ein Bildungswochenende in das Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg.
Mit der Referentin Pfarrerin Gisela Voltz von Mission EineWelt, dem Zentrum für Partnerschaft, Entwicklung und Mission der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, wurden Impulse und Ideen zum Thema “Welternährung” gesammelt und ausgetauscht. Lernboxen zum Thema ermöglichten neue Einblicke, wie es gelingen kann, Armut und Hunger in den Ländern des Südens durch unser tagtägliches Verhalten beim Einkauf von Lebensmitteln zu verringern. Wichtig war dabei die Erkenntnis, dass die Produktion von immer mehr Fleisch weltweit dazu führt, dass überproportional mehr landwirtschaftliche Flächen für den Futtermittelanbau für die Fleischproduktion benötigt werden. Diese Flächen stehen den Menschen in den Ländern des Südens dann nicht mehr für die regionale Produktion von Nahrungsmitteln zur Verfügung.

Als Diskussionsgrundlage diente auch der Film “10 Milliarden” von Valentin Thurn. 10 Milliarden ist die Anzahl der Menschen, die im Jahr 2050 auf der Erde leben soll. Der Film zeigt noch einmal ganz andere Möglichkeiten auf, wie es gelingen kann die Menschen zu ernähren.

Ein Besuch in der Jesuitenmission bei Pater Klaus Väthröder war mit auf dem Programm. Der Weltladen unterstützt seit seinem Bestehen das Kinderdorf der Jesuitenmission in Makumbi, Simbabwe. So war es eine gute Gelegenheit, vom Missionsprokurator direkt zu erfahren, wie der Jesuitenorden weltweit Projekte unterstützt, und wie sich auch das Verständnis von “Mission” in den letzten Jahrzehnten verändert hat.

Mit vielen neuen Ideen machten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Heimweg.

Musical-Drama: Once we had a dream

Im Rahmen der Fairen Woche lud der Weltladen für den 5.10. zum Musical-Drama

“Once we had a dream”

mit der Theatergruppe der philippinischen Organisation AKBAY ein. Zusätzlich zur Abendvorstellung besuchten 150 Schülerinnen und Schüler des Spessart-Gymnasiums und der Karl-Amberg-Schule die Aufführung am Vormittag. Thema waren die Rechte und die Würde der Kinder dieser Welt.

Der Inhalt:

Trotz der Warnungen eines Ingenieurs wird nichts getan, um den Dammbruch in einem Bergwerk zu verhindern. Die Flut zerstört Häuser, Mangobäume und alle anderen Lebensgrundlagen im benachbarten Dorf. Die Mine wird daraufhin geschlossen – die Überlebenden im Dorf verarmen.

Gleichzeitig sucht der Betreiber der Mine Mädchen für einen Job im Ausland. Celinas Mutter ist begeistert und versucht, ihre Tochter zu überzeugen, das Angebot anzunehmen, um ihre Schulden bezahlen zu können. Widerstrebend folgt Celina dem Wunsch ihrer Mutter und verabschiedet sich von ihrem Freund Alex, der sie zurückhalten will.

Doch die Hoffnung auf einen gut bezahlten Job erfüllt sich nicht. Celina ist in die Hände eines internationalen Prostitutionsrings geraten und wird zur Prostitution gezwungen. Zusammen mit ihrer Freundin Sabel, die ein ähnliches Schicksal erlitten hat und Dodong, einem Straßenjungen aus Manila, wird sie in das Verlies eines Kinder-Bordells verschleppt.

Während Celina die Schrecken der sexuellen Ausbeutung erfährt, macht sich Alex auf, seine Freundin zu finden und das seinem Dorf angetane Unrecht bekannt zu machen. Unterstützung findet er bei Herrn Schmidt aus Deutschland, dessen deutsche Fairhandelsorganisation seit langem die Mangokleinbauern unterstützt. Er will auf die Situation der Dorfbevölkerung aufmerksam machen und begibt sich zusammen mit Alex und der örtlichen Polizei auf die Suche nach Celina.

Der Main-Echo-Artikel

Hintergrundinformationen:
PREDA Foundation Inc. (Peoples Recovery Empowerment Development Assistance Foundation, Stiftung für die Genesung, Ermächtigung und Entwicklung von Menschen)
PREDA Freundeskreis e.V.

Klang-Räume

Als Abwechselung zu den Musik-Veranstaltungen im Rahmen der Klang-Räume hatte das Weltladen-Bistro seine Premiere. Im Foyer des Maximilian-Kolbe-Hauses genossen die Besucherinnen und Besucher Saft, Sekt, Wein und Snacks auf Fairem Handel. Zwischen den musikalischen Highlights war so Raum zur Unterhaltung und zum Austausch gegeben.

Faire Woche 2018

Faire Woche 2018

Vom 14. bis 28. September stand weltweit der faire Handel im Rahmen der Fairen Wochen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Zahlreiche Städte und Verbände beteiligten sich dabei mit unterschiedlichen Aktionen. Das Motto 2018 war „Gemeinsam für ein gutes Klima“. Der Klimawandel ist weltweit die größte Herausforderung für die Menschheit. Politik, Wirtschaft und die Zivilgesellschaft müssen gemeinsam daran arbeiten, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad, möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Seit April 2017 ist Alzenau Fairtrade-Stadt. Daher unterstützten die auch die Alzenauer diese Kampagne mit Aktionen in den unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Lebens. Neben den Aspekten des fairen Handelns wurden auch regionale Produkte unter dem Aspekt „fair+regional“ in den Blick genommen.

In der Baaila Cafébar & Kinolounge Alzenau wurden zwei Filme gezeigt:
„Immer noch eine unbequeme Wahrheit“ von Al Gore, dem ehemaligen US-Vizepräsident und Präsidentschaftskandidat. Er setzt seinen unermüdlichen Kampf gegen die globale Klimaerwärmung weiter fort und reist um die Welt, um die aktuellen, durch den Klimawandel hervorgerufenen Veränderungen zu dokumentieren, um Klimaexperten zu schulen und die internationale Klimapolitik zu beeinflussen.
Im zweiten Film „Tomorrow” lesen die Schauspielerin Mélanie Laurent und der französische Aktivist Cyril Dion in der Zeitschrift Nature eine Studie, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt. Aber sie wollen sich mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden.

Klangschalen standen in der Kristall Salzgrotte im Mittelpunkt: Besucher konnten nicht nur mit Klangschalen und Gong entspannen. Sie konnten sich auch beim Vortrag von Jürgen Herold, Frida Feeling (Fair-Trade-Handelsimporteur) über die Klangschalen-Herstellung in Nepal informieren.

Dr. Heiko Bozem, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Physik der Atmosphäre an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, berichtete von seinen Forschungen in der Arktis. Mit seinem Team kann er durch Messungen in Eis und Schnee belegen, wie weit der Klimawandel fortgeschritten ist. In verschiedenen Zukunfts-Szenarien erläuterte er die Konsequenzen, die wir zu erwarten haben. Veranstalter waren Bündnis 90/Die Grünen Stadtverband und Fraktion Alzenau sowie dem BUND für Umwelt und Naturschutz, Kreisgruppe Aschaffenburg

Mit zwei Vorstellungen beeindruckte die philippinische Jugendtheatergruppe PREDA mit dem Musical-Drama Once we had a dream. Der Höhepunkt war die Vormittags-Aufführung mit 150 Schülerinnen und Schülern aus der Karl-Amberg-Mittelschule und dem Spessart-Gymnasium Alzenau.

Bilder von den Produktpräsentationen und -Verkostungen im Weltladen:

Das komplette Programm finden Sie in der PDF zum Download.

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